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Betreuung in den Kindertagestätten

Hilfe für einen guten Start

Das Kinderhilfswerk Christlicher Missionsdienst hilft Kindern im Alter zwischen 3 und 6 Jahren durch die Betreuung in Tagesstätten. Dort erhalten die Kinder auch eine Vorschulausbildung, ohne die ein Schulbesuch in den meisten asiatischen Ländern nicht möglich ist oder werden als Schüler nachmittags betreut.

Die Kinder der Tagesstätten stammen aus sehr armen Regionen oder aus den Slums der Städte. Hier können sich die meisten Eltern keine schulische Ausbildung für ihre Kinder leisten, da sie als Tagelöhner nur einen oder zwei Euro am Tag verdienen. Zudem sind die Eltern als Tagelöhner tagsüber immer auf Arbeitssuche und haben keine Möglichkeit, ihre Kinder zu versorgen. Daher bietet die Tagesstätte die Möglichkeit, dass die Kinder hier betreut werden oder nach dem Schulbesuch ein warmes Mittagessen erhalten und ihnen bei den Hausaufgaben geholfen wird.

Die Mehrzahl der Kinder, die in den Tagesstätten des Kinderhilfswerkes Christlicher Missonsdienst unterstützt werden, sind nur zwei Jahre in der Förderung durch den CMD. Danach können die Kinder die staatlichen Schulen besuchen und erhalten andere Formen der Hilfe. Jene Kinder, die keine weiterführende Hilfe finden, werden auch weiter in der Tagesstätte betreut.

Die Zeit in der Tagesstätte endet daher für die Kinder nach zwei Jahren auch mit einer großen Feier, auf der die Kinder ein Zeugnis erhalten, in dem ihre Leistungen bescheinigt werden. Mit diesem Zeugnis öffnen sich neue Wege und die Kinder bekommen die Möglichkeit auf einen guten Start in ihr Leben. Gleichzeitig werden die Kinder auch staatlich registriert und ihnen damit der Schulbesuch ermöglicht, denn viele Kinder aus den ärmsten Bevölkerungsschichten sind zuhause geboren und wurden nach ihrer Geburt nicht registriert. Für einen Schulbesuch oder eine Ausbildung ist aber eine Registrierung notwendig. Diese wird vom Kinderhilfswerk Christlicher Missionsdienst nachgeholt, damit die Kinder keine Nachteile erleiden.


 

Eine Tagesstätte mit besonderen Schwerpunkt

In Sicopot in der Provinz Camarines Sur, einem stark ländlich geprägten Gebiet ohne ausreichende Infrastruktur, werden Kinder aus Tagelöhnerfamilien in der Tagesstätte des Christian Mission Service Philippines versorgt.

Die Kinder, die den Großteil des Tages sich selbst überlassen sind, verbringen ihre Zeit meist auf der Straße, wo sie einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt sind. In der Kindertagesstätte erhalten sie warme Mahlzeiten, Schulkleidung und grundlegende Bildung. Nach dem Eintritt in die Primarschule werden die Kinder weiterhin begleitet, indem ihnen Essen und eine Hausaufgabenbetreuung angeboten wird.

In der Tagesstätte werden zudem misshandelte und behinderte Kinder versorgt. Speziell ausgebildete Lehrer, u.a. für Gebärdensprache, gehören dort zum Team.

Daher werden in Sipocot auch gehörlose Kinder unterrichtet, für die sonst keine Schulmöglichkeit in der gesamten Region besteht. Gerade die Region Bicol zeichnet sich durch einen überdurchschnittlichen Prozentsatz an gehörlosen Menschen aus, die bisher nur die Möglichkeit hatten, in eine andere Stadt zu ziehen oder ohne Schulbildung als Tagelöhner zu leben.

Jungen Menschen mit Behinderungen soll so ermöglicht werden, eine fundierte Ausbildung zu absolvieren und ihr Leben unabhängig von fremder Hilfe zu gestalten.

Zur Zeit besteht die Klasse der taubstummen Kinder aus 14 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren.